Crossmediales Publizieren · Nr. 2/2011

Informationen und Tipps zum Electronic Publishing und zur Anwendung von XML

 

Editorial

Heute berichten wir als erstes von zwei hoch interessanten amerikanischen Konferenzen: Digital Book World und TOC 2011, von denen wir einiges lernen können. Eine weitere Folge unserer Serie „XML aus Word“ beschäftigt sich mit Tabellen.
Darüber hinaus stellt Anne Wehland Überlegungen zum XML-Workflow an und Ingrid Goldstein berichtet von einem Vortrag zur Zukunft des Publizierens.
Noch ein Hinweis in eigener Sache: Unsere Publikation „E-Manuskripte mit MS Word“ von Susanne Franz ist soeben erschienen!
In Kürze folgt auch der Band „E-Books konzipieren und produzieren“!
Beachten Sie auch die Termine unserer Seminare!

Ihre Ursula Welsch

 

Inhalte
–  Konferenz:
    Digital Book World 2011
–  Konferenz:
    TOC 2011 (Ingrid Goldstein)
–  Serie „XML aus Word“:
    Folge 2: Tabellen (Susanne Franz)
–  XML-Workflow:
    Optimale Aufgabenverteilung bei der Erstellung von E-Books (Anne Wehland)
–  Strategie:
    Die Zukunft des Publizierens (Ingrid Goldstein)

 

Seminartermine der XML-Schule:
     14.–15.03.2011 XML-basierte Strukturkonzepte für die Mehrfachnutzung
     17.–18.03.2011 XML im Microsoft Office-Umfeld
     04.–05.04.2011 Professionelle Bearbeitung von E-Manuskripten mit MS Word
     12.–13.04.2011 Praktische XML-Grundlagen für Verlage und Vorstufenbetriebe
     14.–15.04.2011 Effektive XML-Workflows mit Adobe InDesign
     24.–25.05.2011 E-Books konzipieren und produzieren
     07.–08.06.2011 Einführung in die Transformation mit XSLT
     09.–10.06.2011 XML-basierte Satzerstellung mit XSL-FO
     06.–07.04.2011 Redaktion von XML-Dokumenten
NEU:   28.–29.06.2011 XSLT 2.0 für Umsteiger

<<<<< Konferenz: >>>>>
Digital Book World 2011

Unter dem Titel „Managing Risks; Seizing Opportunities“ hat vom 24.–26. Januar in New York die Konferenz „Digital Book World“ stattgefunden, die 2008 als Forum für den direkten Erfahrungsaustausch gegründet wurde und sich in diesem Jahr um Workshops und eine Ausstellung erweiterte.
In den Vorträgen und Roundtables wurden Brennpunktthemen angesprochen wie z.B. „Author Royalties for Ebooks“ oder „Delivering Enhanced Ebooks: When Do Apps Make Sense?“. Gerade im ersten Track gab es auch etliche Vorträge, die sich mit dem Nutzungsverhalten der Kunden auseinandersetzten z.B. „Consumer Attitudes Toward Ebook Reading“ oder „iModerate: Ebook Buying Behavior of Multi-Function Device Users“.
In diversen Roundtables wurden richtungweisende Themen diskutiert wie z.B. „Content First, Format Second: Commercial Decisions when You Don’t Start with a Book“, oder auch „Metadata: Getting Enriched Beyond the Mere Specs“ oder „New Digital Revenue Streams for Publishers“.
Weitere Informationen zur Konferenz und zu den Themen finden Sie unter
Digital Book World – mit Videos von einigen der Vorträge.

 

<<<<< Konferenz: >>>>>
TOC 2011 (Ingrid Goldstein)

Vom 14.–16. Februar hat in New York City die Tools of Change-Konferenz, TOC 2011, stattgefunden. Die Tage standen unter dem Motto „Publishing without Boundaries“. Es ging dabei einmal mehr um das Thema, wie Verlage heute Content entwickeln können, der nicht an bestimmte Formate gebunden ist, sondern vielmehr die Basis für schon bestehende und noch kommende Medien und Anwendungen ist. Ein Thema, das immer facettenreicher wird, da die überlieferten Werk- bzw. Content-Einheiten nach und nach ebenso verschwimmen wie die Grenzen zwischen Content-Erstellern und -Nutzern.
Im
buchreport und auf der TOC-Website kann man sich einige Vorträge und Interviews anschauen, wo auch die meisten Vortragsfolien zugänglich sind.

 

<<<<< Serie „XML aus Word“: >>>>>
Folge 2: Tabellen (Susanne Franz)

Die Verlage haben sich in ihrem Workflow darauf eingestellt, dass E-Manuskripte nach wie vor fast ausschließlich in MS Word erstellt werden – unabhängig davon, ob die Daten anschließend in ein konventionelles Satzsystem übernommen bzw. in XML konvertiert werden. Entscheidend für die Übernahme ist allerdings, dass die Ausgangsdaten in Word in einer einwandfreien Qualität vorliegen.
In diesem Zusammenhang lohnt es sich, sich mit dem Thema „Tabellen“ zu beschäftigen. Denn vor allem, wenn es sich um textorientierte Tabellen handelt, ist die Verwendung von Tabulatoren immer noch ein beliebtes Gestaltungsmittel. Dennoch: Für Manuskripte, die in den Satz oder in XML übernommen werden sollen, hat es sich bewährt, Tabellen statt Tabulatoren zu verwenden. Tabs können zwar mit Füllzeichen und Bündigkeit formatiert werden, dies ist aber nicht nötig, da die Formatierung nach der Datenübernahme völlig neu aufgesetzt wird. Wichtig ist dagegen, dass die Einträge in den Spalten und Zeilen auch bei einem veränderten Layout an der richtigen Stelle stehen und diese bei der Weiterverarbeitung nicht an eine falsche Stelle „rutschen“. In allen Word-Versionen können Sie bei der Datenaufbereitung Aufstellungen mit Tabulatoren in eine Tabelle umwandeln.
Wie, das können Sie nachlesen in unserer Publikation „Professionelle Bearbeitung von E-Manuskripten mit MS Word“ von Susanne Franz, die jetzt erschienen ist. Mehr Infos und Bestellung bei
XML-Schule.
Oder wir üben es gemeinsam im Seminar „Professionelle Bearbeitung von E-Manuskripten mit MS Word (2010/2007/2003)“ am 4./5. April (Anmeldung über das Kontaktformular).

 

<<<<< XML-Workflow: >>>>>
Optimale Aufgabenverteilung bei der Erstellung von E-Books (Anne Wehland)

Die professionelle Manuskriptaufbereitung für die Datenübernahme in XML stellt besondere Anforderungen dar. Welche Abteilung oder welcher Mitarbeiter im Verlag diese Aufgabe übernimmt, hängt von der zu erbringenden Kernkompetenz, der jeweiligen Auslastung und der technischen Qualifikation ab. Im Prinzip kann die professionelle Manuskripterstellung anhand von vordefinierten Dokumentvorlagen auch schon von dem Autor vorgenommen werden. Aber ob das bei ständig wechselnden Autoren sinnvoll ist und ob das Lektorat oder ein anderer Ansprechpartner im Verlag gewillt ist, die immer wieder auftauchenden Fragen zu beantworten, ist eine andere Frage. Die professionelle Manuskriptaufbereitung kann ebenso gut – nach einer arbeitstechnischen Einführung durch ein Seminar – im Lektorat erfolgen. Hier sollte vor der Aufgabenverteilung geklärt werden, welche Prioritäten im Lektorat liegen (inhaltliche, konzeptionelle, organisatorische oder eben technische Manuskriptaufbereitung). Die aktuelle Auslastung der Lektoren sowie der Stand der technischen Qualifikation sollte dabei immer berücksichtigt werden. Anschließend könnte sich herausstellen, dass die professionelle Manuskriptaufbereitung sinnvollerweise in der Herstellung oder gar extern angesiedelt wird.
Um für alle Beteiligten eine gute und kosteneffiziente Vorgehensweise zu definieren, ist es oft ratsam, einen externen Berater hinzuzunehmen. Durch Einzelinterviews mit den Mitarbeitern können individuelle Stärken und Schwächen schnell erkannt und ein optimaler Workflow erarbeitet werden. In einem abschließenden Workshop mit allen Beteiligten wird die konkrete neue Aufgabenverteilung nach Absprache gemeinsam festgelegt und somit auch die Akzeptanz neuer Arbeitsweisen garantiert.
Weitere Informationen finden Sie bei
www.buchundkonzept.de.

 

<<<<< Strategie: >>>>>
Die Zukunft des Publizierens (Ingrid Goldstein)

Im Zuge der TOC berichtete der internationale Online-Newsletter „Publishing Perspectives“ letzte Woche von Jason Monbergs (MarkLogic) Vortrag mit dem Titel „The Future of Publishing is Anywhere, Anytime, Anyhow“, der die folgenden drei Bereiche identifiziert, die heute den größten Druck auf Verlage ausüben:
(1) Agility: sich ständig wandelnde Geschäftsmodelle und -prozesse,
(2) Kontrolle: der Verlust von Kontrolle über Inhalte und verlegerisches Know-How, da heute jeder in der Lage ist, über das Internet Inhalte zu veröffentlichen und zu verteilen,
(3) Interaktion: der Trend zur Interaktion, beispielsweise über Social Media oder die Einbindung des „Lesers“ in die Entstehung des Content.
Eine Auseinandersetzung mit diesen Themen ist heute unumgänglich.
Wer mit Ingrid Goldstein über diese Thesen diskutieren will, kann sich per E-Mail direkt an sie wenden.

 

Impressum
Ursula Welsch
Tachenseestr. 2
D-83373 Taching am See
Tel. +49-(0)8681-47 18 52
E-Mail: ursula.welsch @ welschmedien.de
Dies ist der Newsletter von <ursula welsch.neue medien> und der XML-Schule.
Im Newsletter „Crossmediales Publizieren“ berichten wir für Sie über neueste Entwicklungen und Erfahrungen aus der crossmedialen Verlagspraxis und weisen auf die aktuellen Termine der XML-Schule hin.
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Unser Newsletter-Archiv finden Sie sowohl unter <ursula welsch.neue medien> als auch unter XML-Schule.
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